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Es ist ein Firefox!

18. Juni 2008 - 19:14

Nach einer dreijährigen Wartezeit hat Mozilla heute die lang ersehnte Version 3.0 ihres beliebten Browsers Firefox veröffentlicht. Wir haben uns die jüngste Auflage des sympathischen OpenSource-Browser und dessen Hintergrundgeschichte einmal genauer angeschaut.

Text und Screenshots von Philipp Schmieder

Fast zwei Millionen mal ist Firefox 3.0 bereits heruntergeladen worden, nur wenige Stunden, nachdem die neue Version online verfügbar war. Unzählige Onlineportale berichten enthusiastisch über das neue Browser-Wunder. Sogar ein Guinnes-Weltrekord für die meisten Downloads einer Software innerhalb von 24 Stunden wird angestrebt. Aber ist der ganze Trubel gerechtfertigt?

Neue Features

«Über 15.000 Verbesserungen» preist Mozilla in der Presseerklärung zum Release von Firefox 3.0 an. Und tatsächlich, sobald man den neuen FF gestartet hat und einige Minuten damit herumgesurft ist, fallen einem etliche Verbesserungen auf. Am hervorstechendsten dürfte dabei die «intelligente Adressleiste» sein, die nicht nur dann einen Ergänzungsvorschlag macht, wenn man den Anfang einer schon einmal besuchten Adresse eintippt, sondern auch erkennt, wenn das eingetippte Wort einmal im Titel einer Seite oder als Bestandteil einer Adresse vorkam (siehe Bilderstrecke unten).
Auch die neue Zoom-Funktion erscheint praktisch. War es bisher so, dass nur Texte vergrößert werden konnten, so bietet Firefox 3 die Möglichkeit, auch Bilder und andere Elemente mitzuvergrößern - besonders praktisch ist das etwa auf mobilen Geräten.
Ansonsten wurde mit einer verbesserten Rendering-Engine dafür gesorgt, dass Firefox Internetseiten schneller darstellen kann und obendrein weniger Leistung benötigt. Schließlich bietet Firefox beim Surfen mehr Sicherheit und warnt den Benutzer etwa bei potentiellen Phishing-Seiten (d.h. Seiten, die Passwörter o.ä. ausspionieren, indem sie vorgaukeln, eine bekannte Seite, etwa eBay, zu sein).
Bekannte Funktionen (die andere Browserhersteller mittlerweile auch adaptiert haben) wie das Surfen mit mehren Tabs und das praktische Suchfeld oben rechts sind natürlich auch weiterhin mit von der Partie.

Freie Software

Firefox ist Freie Software. Das heißt nicht nur, dass man das Programm kostenlos herunterladen kann, sondern auch, dass sich jeder, der Lust hat, an der Entwicklung beteiligen kann. Die Tatsache, dass jedermann Einblick in den Quellcode von Firefox hat, trägt maßgeblich dazu bei, dass er deutlich sicherer ist als etwa der Internet Explorer von Microsoft, denn dieser wird hinter verschlossenen Türen entwickelt. Seine Begeisterung darüber drückte Mozilla-Chef John Lilly heute so aus: «Auf Firefox 3 sind wir wirklich stolz. Dieser Browser zeigt, wozu eine engagierte weltweite Community imstande ist.»

Mal ganz persönlich

Wie schon die Vorgänerversionen, bietet auch Firefox 3 jede Menge Erweiterungen und Designs, mit denen man den Browser seinen persönlichen Vorstellungen anpassen kann. Von nützlichen Tools wie AdBlock, das nervige Werbung aus Internetseiten entfernt bis hin zu einem in Firefox integriertem Radio ist alles möglich. Auch das Aussehen kann man mit sogenannten Themes an die eigenen Wünschen anpassen: Vom pinken Herzchendesign bis hin zum schwarzen Emo-Look.

Und nun?

Firefox 3.0 lohnt auf jeden Fall einen längeren Blick, insbesondere, wenn man noch einen veralteten Browser wie den Internet Explorer oder gar Netscape verwendet. Aber auch langeizt-Firefoxler werden ihre Freude an der neuen Version haben. Außerdem ist es schon verlockend, einmal an einem Weltrekord beteiligt gewesen zu sein, oder?

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Firefox 3 bietet viele neue Features.


Der verbesserte Zoom ist eine nützliche Funktion.


Nocheinmal die gleiche Seite, ohne Zoom.


Die intelligente Adresszeile hilft beim Auffinden bereits besuchter Websiten.

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Als kleiner Nachtrag sei noch angemerkt, dass der «Download Day» heute um 20:15 MEZ beendet war und innerhalb von 24 Stunden 8,25 Millionen Downloads verzeichnet hat - Weltrekord.
Dabei haben die US-Amerikaner Firefox am häufigsten heruntergeladen, nämlich 1,57 Millionen mal. Auf Platz zwei steht Deutschland mit ca. 633.000 Downloads, gefolgt von Japan - mit einigem Abstand und 405.000 Downloads.

die download-zahlen sind vollkommen verständlich. firefox 2 war bereits ein äußerst überzeugender browser, und firefox 3 ist es auch. die seiten werden tatsächlich deutlich schneller geladen, und auch die erweiterten funktionen des browsers beweisen ihre praxistauglichkeit deutlich. "internet explorer" hat hier keine chance mehr...

und überträgt alle 24 Stunden Daten an Mozilla!
Abhilfe im Firefox: Tippe in die Adresszeile des Browsers about:config ein. Suche danach den Eintrag extensions.blocklist.enabled und ändere den Status auf "false"

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