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Wie ich ein Franzose wurde (Teil 3 von 3)

25. März 2010 - 19:57

Alles hat ein Ende, auch eine Hausbootfahrt mit einem falschen Franzosen - der irgendwie glücklich war, endlich wieder deutsch sein zu dürfen.

Text von Lisa Roderer, Martin Gross und Philipp Schmieder | Fotos von Lisa Roderer

Do, 06.08.


Philipp: Heute kommt der kapitänstechnisch gesehen wohl spannendste Teil der Fahrt: Les Neuf Écluses de Fonserannes, die neun Schleusen von Fonserannes also. Abgesehen davon, dass sich niemand diesen Namen tatsächlich merken kann, besteht die Schleusentreppe heute ohnehin nur noch aus sieben Schleusen.

Die Damen der Schöpfung scheinen auf Interviewübungen nicht wirklich Lust zu haben; da hilft auch keine Trillerpfeife


Nachdem wir überraschenderweise die ersten drei Schleusen völlig unbeschadet überstanden haben, ist uns schon fast langweilig. Doch der Schleusenwärter sorgt für Abhilfe: Beim Sich-Mit-Einer-Jungen-Frau-Unterhalten kann man ja schon mal die Schleuse vergessen und das Wasser überlaufen lassen ... Blöd nur, dass das dafür sorgt, dass unser Boot an Land gespült wird. Nach einem beherzten «Allez, Messieurs, aidez-nous!» werden wir von den umstehenden Schaulustigen wieder ins Wasser zurückgeschoben und können die restlichen Schleusen (glücklicherweise) ohne weitere Katastrophen passieren. Unter Applaus des Schleusenpublikums verlassen wir die Neuf Écluses und haben von einem Aquädukt, über das wir fahren einen herrlichen letzten Ausblick über Béziers. Ach ja, wir hatten ja eigentlich eine Stadtbesichtigung für Béziers geplant ... das ist jetzt wohl zu spät.
Jetzt ist erstmal eine Programmeinheit angesagt, aber die Damen der Schöpfung scheinen auf Interviewübungen nicht wirklich Lust zu haben; da hilft auch keine Trillerpfeife. Da wir aber im Schatten angelegt haben, können sie sich nicht einfach weiter sonnen und müssen wohl oder übel mitmachen ...
Danach geht es auf dem Kanal weiter in Richtung eines Tempels des Savoir-Vivre: Ein Weingut! Die Dame des Hauses schafft es mit ihrer rauchigen Stimme, alle in den Bann zu ziehen, während sie mittelinteressante Details zum Weinanbau zum Besten gibt und Martin dolmetscht. Als ich eine Frage an sie richte, übersetzt Martin auch – ist die Tarnung nun aufgeflogen? Nein, aber für die abendlichen Konversationen haben wir einen neuen Gag: «Ah oui .. ab sofort lasse isch mir alles von Martin übersetzten».
Am Abend kommen wir in Capestang an – und die Stimmung der Teilnehmer ist, freundlich ausgedrückt, auf dem Gefrierpunkt. Man hört sie tuscheln, über tyrannische Teamer und die Grausamkeit, auf einem Jugendpresseseminar auch Inhalte vermittelt zu bekommen.
Nach dem Abendessen in der Stadt (Uli bildet sich ein, französische Verkehrsschilder interpretieren zu können. Wenn da «Centre Ville» steht, geht es da in die Innenstadt, nicht zur Autobahn!) ist eine Krisensitzung mit den Teilis angesagt. Sie geloben Besserung und das Programm ist ab sofort nur noch optional. Toll.
Martin:
Tja, Sightseeing in Béziers habe ich schon wieder verpasst... So ein Müll. Aber dafür geht es jetzt über das alte Aquädukt, von welchem man einen fantastischen Ausblick genießen kann, zur Schleusentreppe von Béziers. Für die sieben Schleusen lautet dieses Mal das Kommando "Alle helfen mit. Alle. Wer rumliegt, fliegt ins Wasser." Und tatsächlich: alle packen an!
Kurz vor Ende der Schleusentreppe heißt es dann im wahrsten Sinne des Wortes: Land unter. Auf Grund einer Fehlfunktion der Schleuse oder des Schleusenwärters, läuft die Schleuse nicht nur voll sondern sogar über und lässt unser Beiboot auf die Kaimauer auflaufen... Einige Takte von "schiebt den Wal, schiebt den Wal, schiebt den Wal zurück ins Meer", einen getrillerpfeiften Aufforderungen an die umstehenden Gaffer, waren die auch wieder flott. Und der Schleusenwärter die Erfahrung reicher, dass die Schleuse einen funktionsfähigen Notaus-Schalter hat.
Es geht weiter auf dem Kanal. Da es schon kein Sightseeing gab, gilt es ein Weingut zu besuchen. Aus dem anfänglichen "Mmmmnääähhhh" wurde dann doch noch leichte Begeisterung - ob es an der Verkostung lag?
Der Abend in unserem nächsten Anlegehafen war von Kontrasten geprägt ... Philipp will Richtung "Centre ville" laufen, Uli nach "Nouvelle ville", uns ist es egal, ob der Tisch eine Tischdecke hat, Uli nicht, wir Teamer wollen Programm machen, die Teilnehmer nicht unbedingt. Also Krisensitzung inkl. Ausdenken toller Deeskalationsstrategien. Freud wäre stolz auf uns gewesen.
Ende der Verhandlungen: Alle wollen sich bessern und Programm ist nur noch Optional. Alle damit einverstanden, Uli pennt derweil auf dem Boot (angeblich betrunken). Naja, Wein mag er ja...
Lisa:
Juhu, es geht endlich weiter. Allerdings haben wir heute einen äußerst anstrengenden Teil unserer Reise vor uns. Die Schleusentreppe wartet auf uns. Nachdem sich die Teilis die letzten Tage eher zurückgehalten haben beim Mithelfen in den Schleusen, müssen sie heute alle ran. Die einen mehr, andere weniger - aber was will man schon erwarten ... Martins Drohung hat scheinbar geholfen. Die ersten Schleusen geht auch noch alles halbwegs gut, aber dann auf einmal läuft das Wasser über das Ufer und das kleine Boot setzt auf. Zum Glück können sich einige von den Schaulustigen nach mehrmaligen Zurufen dazu durchringen, mitzuhelfen das Boot zurück ins Wasser zu schieben. Philipp steht allerdings direkt auf den Sitzplätzen - eben dort wo das Schiff aufgesetzt ist - während sie schieben. Da kann das natürlich nicht so leicht sein :P

Aber immerhin kann man die Pfanne, die am ersten Tag unqualifiziert für Spiegelei missbraucht wurde, ab sofort wieder nutzen - da hat sich wohl jemand nicht mit einem Gasherd ausgekannt ...


Aber nach einigen Sekunden sinkt endlich das Wasser wieder und das Boot wird Zentimeter um Zentimeter wieder hineingeschoben, was mit einem gut vernehmbaren Klatschen und einigem Seegang für die Bootsinsassen verbunden ist. Die restlichen Schleusen geht zum Glück alles gut, aber die Menschenmassen drängen sich immer mehr um uns und hoffen, dass nochmal etwas ähnliches passiert - man kommt manchmal kaum mehr mit den Tauen durch um das Schiff wieder in der nächsten Schleuse festzumachen. Die Schleusen sind allerdings nicht ohne Blessuren an uns vorbeigegangen. Hände aufgeschürft, fix und fertig und dann müssen wir nach der Ausfahrt aus den Schleusen noch zweimal anhalten, weil einige Fender flöten gegangen sind bei der andauernden Belastung, die erst einmal wieder aus dem Kanal gefischt werden müssen. Nachdem das endlich erledigt ist, können wir weiterfahren. Oder? Sind denn überhaupt alle an Bord? Nicht ganz. Roman fehlt noch, aber es scheint irgendwie so als ob ihn die Mannschaft vom kleinen Boot nicht wieder aufnehmen möchten. Ist aber nur ein Scherz und so fahren wir schließlich doch wieder vollständig weiter. Zwischendurch machen wir bei einem Weingut Halt. Dort ist es angenehm kühl und die Stimmung, die bald überzukochen scheint, kann auch wieder etwas abkühlen. Für Verwandte wird gut eingekauft und wir treten unsere Reise mit einiges mehr an Ballast wieder an. Interviewübungen scheinen nicht sonderlich gut anzukommen - mal hoffen, dass sich diese Nullbockstimmung bald wieder legt. Schließlich machen wir über Nacht in Capestang fest und können die Stadt noch ein wenig erkunden, bevor die Sonne untergeht. Wir versuchen uns derweil eine Taktik zu überlegen, wie wir die Teilis zum Arbeiten bringen können und so gibt es später noch eine kleine Aussprache und alle geloben Besserung - mal sehen, obs wirklich was gebracht hat. Aber immerhin kann man die Pfanne, die am ersten Tag unqualifiziert für Spiegelei missbraucht wurde, ab sofort wieder nutzen - da hat sich wohl jemand nicht mit einem Gasherd ausgekannt ...

Fr, 07.08.


Philipp: Heute morgen geht es gleich mit Programm los – wie gesagt, auf freiwilliger Basis. Da Martins Ansprache die Teilis alle hat betroffen werden lassen, sind sie sogar vollzählig erschienen. Also werden die hochmotivierten Kinderchen für exakt Neuneinhalb Minuten auf Capestang losgelassen, um dort innerhalb dieser kurzen Zeit möglichst absurde Themen zu finden. Tatsächlich schaffen es auch alle bis auf Roman, den Zeitrahmen einzuhalten und uns wird schnell klar: Galilieo Mystery war gestern – heute ist Galileo Hystery angesagt! Dann von unglaublichen Killerameisen über obskur-blaue Bäume bis hin zu geheimnisvollen Mülltonnen und ungewöhnlich vielen französischen Autos: Vieles deutet auf eine Verschwörung hin, die es aufzudecken gilt. Vielleicht sind wir sogar auf die Illuminaten gestoßen?
Eine halbe Stunde später (die Abfahrt hatte sich verzögert, weil Uli fand, dass man die Heringe, mit denen wir unser Boot am Ufer festmachen, nicht einfach stabil einschlagen sollte, sondern auch gegen einen eventuellen Atomkrieg absichern muss – man weiß ja nie ...) ging es weiter. Auf dem Weg soll jetzt die schon seit Anfang der Fahrt ersehnte Badegelegenheit kommen.
Dort angekommen legen wir an einer suspekten Bar an und Martin ist fest davon überzeugt, dass wir hier auch die Nacht verbringen wollen. Nacht verbringen? Bei dieser Kaschemme? Nie! Sollte es hier jemals gute Laune gegeben haben – jetzt ist sie perdu.
Während die vom anderen Boot zu einem See pilgern und später erzählen werden, dort auf ein paar Hippies (dass es sowas noch gibt ...) gestoßen sind, bleibe ich mit dem Mädels an Bord und füttere die Enten («süüüüüß!») mit Butterkeksen.
Später lässt sich Martin doch noch erweichen, erst in der nächsten Stadt anzulegen und so fahren wir noch ein Stück, bis wir an einem hübschen Hafen mitten in einer kleinen Stadt ankommen. Dort gibt es vielleicht, so hoffen wir, endlich Strom, dass wir die geplante Filmnacht doch noch veranstalten können. Aber auch hier gibt es nichts und das Restaurant, das keine zwanzig Meter von uns entfernt ist, behauptet, man habe ohnehin eine viel zu hohe Stromrechnung. Also gut, keine Filmnacht. Dafür gibt es heute echt schwäbische Spätzle nach Familienrezept. Kurz noch einmal per Handy bei meiner Mutter wegen der Zutatenmengen rückversichert und los geht die fröhliche Panscherei.
Lisa und ich haben viel Spaß (wobei, möglicherweise sieht sie das anders) in der Küche, wo wir jetzt im Akkord Spätzle pressen und gleichzeitig an unserer Champignon-Mascarpone-Sauce köcheln.
Als wir nach geschätzten tausend Jahren fertig sind, ist die gierige Meute schon fast verhungert und stürzt sich auf die Spätzle. Zeit, ins Bett zu gehen.
Lisa: Nachdem wir die letzten Tage immer an Bord gefrühstückt hatten, können wir es uns heute außerhalb mit Ausblick auf die Stadt gemütlich machen. Die Teilis scheinen etwas bedrückt, liegt vielleicht daran, dass ihnen noch die Standpauke von gestern in den Ohren liegt. So kommt es, dass bei unserem ersten optionalen Programm wirklich alle mitmachen. Nachdem sich jeder einige verrückte Artikelthemen hat einfallen lassen, beschließen wir ein Heft namens Galileo Hystery rauszubringen, nachdem wir wieder zuhause angekommen sind. Dafür braucht es natürlich noch Fotos und so mache ich mich mit den Teilis noch einmal auf, um ihre aberwitzigen Ideen zu fotografieren. So geht natürlich einiges an Zeit verloren, aber es ist ärgerlicher, dass das kleine Boot einen Hering verschusselt hat. Oder stopp. Was tun die da überhaupt? Mithilfe des anderen Herings und dem zugehörigen Hammer versuchen sie den fest in die Erde geschlagenen Hering aus dem Boden zu meißeln. Schon irgendwie lustig anzusehen, wie sich die anderen alle abmühen ... aber so wird das wohl nie was mit der rechtzeitigen Ankunft in Carcassonne. Irgendwann um die Mittagszeit beschließen wir bald eine Puddingpause einzulegen, aber da Martin die Stelle, an die er sich ja sooo genau erinnern kann, nicht findet, wird daraus nichts. Nach einiger Zeit bemerken wir, dass das kleine Boot nicht mehr hinter uns ist und wir fahren langsamer. Sie tauchen aber immer noch nicht auf - gut, wir können auch einiges schneller als die anderen fahren, aber so weit voraus können wir ja eigentlich auch nicht sein. Wir hupen und pfeifen - keine Reaktion. Schließlich legen wir lieber an und warten auf die anderen. In der Zwischenzeit mache ich es mir unter Deck etwas bequem und lese ein wenig. Irgendwann heißt es dann wieder ablegen, weil die anderen in Sichtweite sind. Immer noch etwas kaputt von den letzten Tagen beschließe ich mich noch etwas hinzulegen - wir Teamer haben immerhin bisher die meiste Arbeit gehabt: Kochen, Steuern, Schleusen (da war die Teilibeteiligung nicht sonderlich groß). Und da Martin alles unter Konrtolle zu haben scheint, lese ich weiter und döse ein wenig. Irgendwann legen wir wieder an und ich höre Philipp wie wild rumpfeifen und rumnörgeln. Der Platz scheint ihm nicht zu gefallen. Aber Martin meint, dass hier eine gute Badestelle wäre, also bleiben wir erst einmal hier. Allerdings darf ich mir von Philipp irgendwelche schwachsinnigen Anschuldigungen anhören, dass ich Martin hätte aufhalten sollen hier anzulegen oder einfach davonzufahren, während sie gemütlich selbst Pudding gekocht haben, als wir ewig auf sie warten mussten. Es herrscht also mal wieder dicke Luft an Board ... Aber da Philipp seinen Dickschädel mal wieder durchsetzen muss, fahren wir weiter irgendwo in die Pampa um dort zu kochen und zu übernachten. Heute gibt es Spätzle, was allerdings bedeutet, dass ich mich mit Philipp wohl oder übel wieder vertragen sollte - sonst fällt der Hauptbestandteil des Essens flach und es gibt doch noch eine Meuterei. Aber schon als wir anfangen zu kochen, hat sich die Stimmung wieder gelegt. Philipp scheint mit seiner Spätzlepresse einen riesen Spaß zu haben. Da er eine Hand voll Teig hat und nicht das ganze Schiff einsauen möchte, muss ich die Presse mithalten, auf den Topf setzen und die Spätzle durchpressen. Jeder normale Mensch hätte uns bei diesem Anblick wohl ausgelacht, aber so entstanden zumindest ein paar lustige O-Töne für einen Podcast, der vielleicht entstehen könnte, wenn die Teilis mitmachen ... Den Vorschlag unterbreiten wir ihnen mal morgen ... Gefühlte Stunden später, was es wohl im Endeffekt auch waren, steht das Essen auf dem Tisch und alle schlagen sich gierig den Bauch voll. Das Herz der Köche beginnt zu bluten, denn einige Teilis haben noch nicht einmal davon probiert, holen sich aber schonmal die Salzmühle von unten und würzen kräftig nach. Das kann doch nicht wahr sein! Immerhin gibt es von der Mannschaft des kleinen Bootes durchgängig Lob für das tolle Essen - und die hatten nicht nachgewürzt.

Sa, 08.08.


Philipp: Der Tag ist ruhig verlaufen. Bemerkenswert: Uli ist im Dunkeln ins Wasser gefallen. Wie sagte Maria-Felicia so schön: «Mit Alkohol sieht man besser – und mehr!»
Lisa: Heute müssen wir vorwärts kommen, deshalb fahren wir eigentlich den ganzen Tag. Abends legen wir wie immer mit den Booten Heck an Heck an und machen es uns auf dem kleinen Boot bequem, um ein wenig Mafiosi - ein Kartenrollenspiel zu spielen. Dies wird allerdings von einem lauten Platschen unterbrochen, weil Uli das Ufer mit dem Kanal verwechselt hat ... war ja schließlich schon dunkelste Nacht ...

So, 09.08.


Philipp: Heute ist vorankommen angesagt. Es ist noch weit bis Carcassonne und wir müssen morgen schließlich ankommen. Für längere Stopps ist deshalb keine Zeit und so wird der (freiwillige, wir erinnern uns) Programmpart für die immerhin drei Interessierten einfach im Innenraum vom großen Boot abgehalten (während Roman das kleine Boot steuern muss). Da ist die kleine Teilizahl sogar recht angenehm, denn auch Uli will Hochinteressantes über die Welt des Layoutens erfahren. Und überhaupt, solange nur ein einziger Teilnehmer Programm haben will, machen wir das natürlich auch.
Gegen Mittag machen wir dann doch noch eine Pause: Improtheater ist angesagt. Aber auch hier hält sich die Begeisterung der Teilnehmer in Grenzen – auch der Versuch, die desinteressiert zusehenden Damen vom kleinen Boot zum Mitmachen zu motivieren, indem ich beschließe, dass sie sich nun an einem CSU-Frauen-Stammtisch befinden, schlägt fehl – selbst als ich letzteren mit Üebermuttergesängen sprenge und Jesper über die Planke nach draußen schleifen will.
Später dann bricht unser letzter Abend auf dem Kanal an und wir machen an einem Hafen fest, für den eine Liegegebühr fällig ist (es sei denn, der Hafenwächter hat, wie in unserem Fall, bereits Feierabend gemacht) – im Gegenzug soll es hier Strom geben. Und tatsächlich: Es gibt Steckdosen. Nur leider passt unser Adapter hier nicht ...
Glücklicherweise lässt uns unser Hafennachbar aber bei ihm Strom abzapfen und mit Martins selfmade-Beamer gibt es dann endlich noch die lang ersehnte Filmnacht. Als ich vorschlage, den freien Blender-Film «Big Buck Bunny» als Vorfilm zu zeigen, rastet Uli aus und faselt irgendetwas Unverständliches. Gut, dann halt nicht. Mit Lisa, Martin und Roman auf dem Deck liegend innovative Podcastformate zu entwickeln ist ohnehin spannender als ein Film, den man schon kennt ...
Lisa: Da wir immer noch einiges im Rückstand sind, wollen wir heute so wenig Pause machen, wie nötig. Also macht Philipp einfach das Seminar mit drei Teilnehmern sowie Uli im Inneren des großen Bootes. Philipp plädiert gegen Mittag dann doch noch zu einer Pause und der Vorschlag etwas Improtheater zu spielen stößt doch auf einiges an Zustimmung. Zumindest bei den männlichen Teilnehmern, die weiblichen schauen größtenteils lieber zu. So spielen wir Freeze, bei dem man eine Szene spielt, dann anhält und mit einer ganz anderen Situation weiterspielt. In unserem "Stück" wurden u. a. Roman und Philipp zu Zombies und Martin wurde von Philipp zu seiner Tätigkeit als Sänger des Songs "Bett im Kornfeld" befragt ... Leider machen die Mädels vom kleinen Boot bei der Idee vom CSU-Frauen-Stammtisch nicht wirklich mit und so beschließen wir weiterzufahren. Später machen wir mal wieder in einem Hafen fest, schließlich wollten wir noch eine Filmnacht veranstalten. Nach einigen Versuchen den richtigen Adapter auf unseren Booten zu finden, können wir uns vom Liegenachbarn zumindest welchen abzapfen. Philipp will noch einen kurzen Vorfilm zeigen, aber Uli mag nicht und so gibt es mal wieder etwas Zoff. Zum Glück sind diesmal alle Essensvorräte vor Philipp geschützt, sonst wäre vermutlich noch mehr von uns im Kanal gelandet als ein Feuerzeug und ein Champignonglas ... Also versuchen wir die gewonnene Ruhe damit zu verbringen Ideen für ein Hochhaus zu sammeln. Außerdem hat man von der Brücke im Hafen sowieso einen viel schöneren Blick ...

Einige Tage später ...


Philipp: Endlich zuhause ...

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Irgendwie könnte man ja meinen, das war alles nur Arbeit und hat gar keinen Spaß gemacht ... Dabei ist so eine Packung Kaffeepulver, die auf dem gesamten Boot und in manchem Gesicht zur Verwendung kam, doch schon eher lustig^^ Und die vegetarische Zwangsernährung in der Zeit sollte auch nicht ohne Folgen geblieben sein ... Und gelernt wurde doch auch, sogar fürs Leben ;o)

Na, da soll mal einer sagen, dass sich so ein Erfolg NICHT wiederholen lässt ... Herzlichen Glückwunsch an die ganze Redaktion des Grünschnabels zu eurem wiederholten phänomenalen 1. Platz beim SPIEGEL-Schülerzeitungswettbewerb in der Kategorie Online-Auftritt :) Feiert schön in Hamburg und bis bald^^

SUUUUUPER. Glückwunsch^^

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