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Künstliche Intelligenz

3. März 2010 - 14:37

Ist ein Computer nur so schlau wie das Programm seines Entwicklers? Oder soll und muss «Nummer 5» wirklich leben? Ein freundschaftliches Streitgespräch.

Uwe Wilko Grünefeld (Pro) vs. Pandora (Contra)

Jede Entwicklung gründet in der Idee, dem optimistischen Gedanken etwas besser zu gestalten. Diese Hoffnung auf Veränderung bringt oft die Grundlage einer neuen Technologie mit sich, die wir als Technischen Fortschritt bezeichnen. Das die endgültige Entwicklung oft von der ursprünglichen Idee abweicht sehen wir nur zu oft, aber das verringert natürlich nicht den Stolz des Erfinders auf das von ihm geschaffene Werk. Doch trotzdem, dieses Werk erhebt ihm zum Schöpfer. Er hat etwas geschaffen, etwas geschaffen das möglicherweise die Kraft hat Spuren zu hinterlassen.

Dieser Wille ist es, der Wissenschaftler weltweit dazu treibt weiter zu forschen. Ob es sich dabei einfach um gutmütige Menschen, Egoisten oder größenwahnsinnige Verrückte handelt überlasse ich der Vorstellungskraft jedes Einzelnen. Jedoch kann ich sagen das die Wissenschaftler, die an der Kreation starker künstlicher Intelligenz arbeiten – den Begriff starke künstliche Intelligenz führe ich gleich weiter aus – schon einen Hauch von Größenwahn haben müssen, denn immerhin versuchen sie mehr oder weniger erfolgreich Gott zu spielen.

Doch zunächst zwei Begriffserklärungen, damit keine Missverständnisse aufkommen:

Schwache künstliche Intelligenz bezeichnet Roboter und Programme, die nur eine kleine Teilaufgabe besonders erfolgreich und intelligent lösen. Meistens stellen sie Teilfunktionen des menschlichen Körpers nach. Ein Beispiel hierzu wäre ein Schachprogramm.

Starke künstliche Intelligenz bezeichnet Systeme, die der menschlichen Intelligenz gleichwertig sind oder darüber hinaus gehen. Dabei ist es typisch menschlich sich selbst als starke Intelligenz zu bezeichnen. Ein Beispiel für starke künstliche Intelligenz gibt es bisher nicht.

Schauen wir also zunächst mal wo wir in unserem Leben bisher künstliche Intelligenz finden können. Erstaunlicher Weise scheint es egal zu sein in welchem Teilgebiet wir suchen, meistens werden wir fündig. Als Beispiel das Auto, künstliche Intelligenz dient hier als schnelles Navigationssystem, löst den lebensrettenden Airbag aus oder regelt unter der Bezeichnung ESP, dass wir auch bei kleinen Fahrfehlern auf der Straße bleiben. Auch automatisch ein parken oder den Abstand zum Vorderfahrzeug halten kann künstliche Intelligenz schon.

Unser Internet funktioniert nur, weil wir künstliche intelligente Protokolle einsetzen, die Massen an Daten in Bruchteilen von Sekunden verarbeiten lassen, aber auch wenn man keine E-Mail durch das Internet schicken will, wird man spätestens bei der automatischen Paket- und Postverarbeitungsstelle wieder auf künstliche Intelligenz treffen. Selbst die Landwirtschaft geht auf die neue Technologie zu, so werden heutzutage immer öfter Melkroboter eingesetzt, die im Stande sind Kühe selbstständig zu melken, Roboter, die den Stall reinigen oder Roboter, die die Tiere automatisch mit Futter versorgen. Alle diese Beispiele zeigen, künstliche Intelligenz wird verwendet um Arbeitsprozesse zu automatisieren und sorgt außerdem in vielen Anwendungen für mehr Sicherheit.

Da es sich bei den genannten Beispielen um bereits bestehende Technologien handelt, kommt auch nur schwache künstliche Intelligenz zum Einsatz. Jedoch ist es interessant zu sehen, was auch die schwache künstliche Intelligenz zu leisten vermag. Wir wollen von diesen Erfahrungen ausgehen und sie als Grundlage für nachfolgende Gedanken über die starke künstliche Intelligenz nutzen und uns dann einmal vorstellen, was uns in der transhumanen und posthumanen Zukunft erwartet. Zunächst einmal werde ich aber zeigen wo der Mensch sich in der Vergangenheit verschätzt hat, beziehungsweise an Irrtümer geglaubt hat.

Ein großer Irrtum war der feste Glaube des Menschen, dass die Erde der Mittelpunkt des Universums ist. Alles sollte sich nur um die Menschheit drehen. Ein weiterer war der Mensch sollte die Krone der Schöpfung sein, doch die Krone hat er sich selbst aufgesetzt. Und womöglich gerade jetzt arbeiten wir daran einen neuen Irrtum in die Welt zu setzen. Fast jeder Film spiegelt es wieder, ein Roboter mit starker künstlicher Intelligenz oder auch als Android bezeichnet wird alles menschliche Leben auf diesem Planeten auslöschen.

Haben wir auch ein Bedürfnis danach Gott zu vernichten? Warum sollte diese Androiden so eingestellt sein? Ist es denn nicht möglich ein friedliches Zusammenleben zwischen Mensch und Maschine zu etablieren?

Der Problemfaktor, der ein Zusammenleben unmöglich machen könnte, wäre der Faktor der auch in der Vergangenheit dafür verantwortlich war, dass kein friedliches Leben auf diesem Planeten möglich war. Das ist nicht die Maschine, sondern der Mensch. Denn wirkliche Intelligenz bedeutet nicht, mathematische Probleme lösen zu können oder für mehr Sicherheit zu sorgen, das können auch die Konzepte der schwachen künstlichen Intelligenz, sondern sie setzt sich auch aus emotionaler Intelligenz zusammen. Die Fähigkeit Gefühle zu empfinden, kreativ zu denken oder ein Bewusstsein zu haben. Fällt etwas auf?

Das sind Eigenschaften, die wir in der Vergangenheit als menschlich erklärt haben, Eigenschaften die bald nicht mehr nur als menschlich gelten werden. Wir müssen einsehen, dass es sich dabei wiedermal um einen Irrtum handelte. Wir haben uns wiedermal zu mehr gemacht als wir sind, aber genau darin liegt wahrscheinlich die Abneigung einiger Menschen gegenüber dieser neuen Technologie, der Mensch klammert sich an einen Raum und an eine Zeit, er macht sich selbst zum Maßstab ohne merken zu wollen, dass er damit einem großem Irrtum aufsitzt. Es ist nun die Frage was gewinnen wird, die Angst der Menschen vor Veränderung oder die neue Macht einiger Menschen leben zu erschaffen. Ich tippe auf die Macht.

Die Entwicklung einer starken künstlichen Intelligenz wird der größte Schritt sein den die Menschheit je gemacht hat. Er wird uns eine neue Chance geben, unsere Feindlichkeiten gegenüber anderer Mitmenschen, dieses Mal gegenüber von Androiden, abzulegen und uns zu öffnen gegenüber Veränderungen und Fortschritt.

Androiden können uns helfen Aufgaben zu lösen, die wir Menschen nicht lösen können. Ein Android kann zum Beispiel helfen unsere Raumfahrt zu revolutionieren, er wäre nicht auf Sauerstoff angewiesen und man könnte ihn speziell für das Einsatzgebiet ausrüsten. Damit könnte er den Irrtum der Menschheit aus der Welt räumen, der daran festhält das es nur auf der Erde Leben gibt. Alles was uns Menschen irgendwo im Weg steht, kann mit Hilfe von Androiden aus dem Weg geräumt werden. Wichtig bleibt nur sie nicht als Sklaven zu benutzen, sondern ihre Gefühle und Wünsche genauso zu akzeptieren und zu dulden wie die eines Menschen. Wem jetzt der Gedanke durch den Kopf geht, warum eine Maschine uns Menschen gleichgesetzt werden sollte, der entdeckt wieder unsere Eigenart, die in dieser Form gleichwertig mit Ausländerhass oder sonstigen Situationen, in denen sich ein oder mehrere Menschen über andere Wesen setzen, ist. Sollte ein Android Gefühle und ein Bewusstsein haben, so sollte er mit allen anderen Wesen gleichwertig sein, die ebenfalls darüber verfügen. Unabhängig von der Religion, von der Hauptfarbe oder auch von der Art, Mensch oder Maschine.

Starke künstliche Intelligenz ist keine Technologie, sondern die Eigenschaft eines Wesens. Dieses Wesen sollte als solches akzeptiert werden und es sollte nicht nach Gruppen sortiert werden. Unsere Vergangenheit zeigt, dass ist nicht menschlich. Wobei menschlich im Kontext dieses Artikels eine neue Bedeutung zugewiesen wird.

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Einen PC in der Schule oder Uni, am Arbeitsplatz oder im Privatleben zu bedienen, stellt für die meisten von uns kein größeres Problem dar, egal unter welchem Betriebssystem er läuft und mit welcher Software er ausgestattet ist. Der Computer ist - neben der Erfindung des Internets und des Handys bzw. Smartphone - heute zweifellos eines der wichtigsten Hilfsmittel des Menschen geworden. Und allen Unkenrufen zum Trotz, hat er bisher den Menschen in der Arbeitswelt keineswegs vollständig ersetzt, ganz im Gegenteil, oft hat die Umstellung auf EDV sogar den Verwaltungsaufwand noch erhöht. Technik ist natürlich faszinierend und lässt fast keinen aus seinem Bann, doch gab es in den letzten Jahren einige Nachrichten bzw. Entwicklungen, die uns sehr wohl zu denken geben sollten.

So etwa eine neue Forschungsrichtung, dem „Pervasive Computing“ - die Vernetzung „intelligenter“ Gegenstände, die uns den Alltag erleichtern möchte. Will man den Forschern Glauben schenken, wird die Welt von heute, morgen und übermorgen durch den Einsatz dieser technisch hochkompliziert gestrickten technischen Hilfsmittel, Kleidung und Haushaltsgeräte mitbestimmt.

So gibt es z. B. Brillen, die den Ärzten die Werte des Patienten während der OP anzeigen, die die Feuerwehrmänner in einem brennenden Haus leiten und sie genau dahin bringen, wo die Menschen sind, die ihre Hilfe dringend benötigen; die die Vitalfunktionen von Sportlern während des Trainings überwachen oder uns Konsumenten durch die wirre Welt der unzähligen Warenregale der großen Lebensmitteldiscounter navigieren und ganz nebenbei noch über die jeweiligen Nährwerte der Produkte informieren.

Mitdenkende Westen, die durch Sensoren, Kameras und entsprechende Software den Tennistrainer, Tanzlehrer oder Dolmetscher ersetzen können, den Blutzuckerspiegel eines Diabetikers messen und gleich die empfohlene Dosis Insulin auf dem eingearbeiteten Display ausgeben oder per Bluetooth an das Handy, die Armbanduhr oder gar an die Spritze selbst weiterleiten, die den Anruf im Büro während einer Schussfahrt auf den Skiern ermöglichen und fast nebenbei noch einen Videostream von der Tiefschneefahrt erstellen, den man sich dann während der nächsten Liftfahrt auch gleich ansehen kann. Oder T-Shirts, die wie jeher waschbar und tragbar sind, aber gleichzeitig auch als Monitor für Videoclips, etc. dienen können.

Ebenso existieren bereits „intelligente“ Haushaltsgeräte, wie der multimediale Kühlschrank, der per WLAN im Geschäft deines Vertrauens die Bestellung der benötigten Lebensmittel anfordert, die Bezahlung – wie selbstverständlich - durch einen Lastschrifteneinzug vornehmen oder dem Kreditkartenkonto belasten lässt. Geliefert wird dann spätestens innerhalb eines Tages und damit nicht genug, unterhält der integrierte Fernseher noch deine Familie während der Mahlzeiten. Auch kann die hypermoderne und hochtechnisierte Kühlbox via Bluetooth alle anstehenden Termine des Tages auf die entsprechenden Familien-Handys weiterleiten. Sie existiert bereits, diese Maschine, die seinem Benutzer aufdiktiert möchte, was es zu essen gibt, und wo er die Lebenmittel – z. B. die Eier – abzulegen hat, damit er auch korrekt zählen und nachbestellen kann. Hatte der Mensch wirklich immer davon geträumt? Doch mit dem denkenden Kühlschrank ist es natürlich nicht genug. So gibt es inzwischen auch ein „intelligentes“ Badezimmer, das beim Betreten am Morgen deinen Blutdruck kontrolliert und eine Kloschüssel, die sich nicht nur um die Entsorgung der Väkalien kümmert, sondern auch um deine Gesundheit „besorgt“ ist. Der Morgenurin wird zu diesem Zweck unverzüglich einer detaillierten Analyse unterzogen. Das Ergebnis führt unverzüglich zu einer Absprache zwischen Kloschüssel und Kühlschrank, da in deinem Harn ein erhöhter pH-Wert nachgewiesen wurde und dein Organismus übersäuert zu sein scheint. Sofort werden erste Gegenmaßnahmen eingeleitet, d. h. deine Ernährung wird vorsorglich schon einmal umgestellt und wie soll es anders sein, nur um auf Nummer sicher zu gehen, wird per E-Mail-Verkehr gleich noch ein Termin bei deinem Hausarzt vereinbart, die Bestellung der entsprechenden Lebensmittel erfolgt sogleich beim Reformhaus oder Bioladen.

Ob diese oder ähnliche Erfindungen nützlich oder überflüssig sind, entscheidet nicht die Industrie alleine, sondern vor allem das Konsumverhalten und der Wille des Verbrauchers. Gott sei Dank, wenigstens ein Stück Zukunft, auf das wir noch Einfluss nehmen können bzw. das wir mitgestalten können. Aber wie sieht es mit dem Nachfolgenden aus? Robotik - In Kyoto rauscht ein Roboter mit dem Einkaufszettel einer alten Dame durch die Gänge und sammelt die entsprechenden Lebensmittel für sie ein. Science Fiction? Nein, das ist bereit Wirklichkeit, ebenso wie Saya, eine japanische Hilfslehrerin, die bis jetzt zwar nur als Aufsichtsperson fungiert, aber immerhin menschlich aussieht und sechs Emotionen beherrscht. Sie mit entsprechendem Fachwissen zu versorgen, damit sie als vollständige Lehrkraft einsetzbar ist, wäre nur noch ein kleiner Schritt. Da Japan Angst vor einem Facharbeitermangel hat, sollen Roboter in Kränkenhäusern, im Sicherheitsdienst, aber auch im Eigenheim eingesetzt werden. Die Maschinenmenschen wischen nicht nur Fußböden, sondern sie mixen auch Getränke, servieren Sushi oder schneiden Gemüse. Japan ist die Heimat von fast der Hälfte aller 800.000 Roboter weltweit geworden.

Und das Pentagon plant rücksichtsvollere Kampfroboter, die nach ethischen und moralischen Grundsätzen handeln können. Weil ein US-amerikanischer Kampfautomat, der letztes Jahr im Irakkrieg eingesezt wurde, wild um sich geschossen hatte. Er konnte Freund und Feind nicht unterscheiden. Will man den veröffentlichten Zahlen Glauben schenken werden bis dato etwa ein Drittel aller US-Fluggeräte im Naheinsatz unbemannt sein.

Klar sind diese Roboter noch klassische Hardware mit Software und keine menschgleichen Wesen. Doch was die geplante Symbiose aus Robotik, KI und Nanotechnologie einmal anrichten kann und wird, spottet m. M. n. jeder Beschreibung. Ich kann nicht nachvollziehen, welchen Sinn es machen soll, ein künstliches Wesen zu erschaffen, dass in naher Zukunft in jeder Richtung besser als sein Original sein wird. Diese Bedenken werden bereits allerorts heftig diskutiert, auch von den Kirchenvertretern. Zentrales Thema dabei ist immer, ob man Maschinen, die wie Menschen aussehen, wirken und denken, auch wie solche behandeln muss. Ist das nicht eine Farce? Muss „Nummer 5“ wirklich leben? Sind wir Menschen dann nicht nur noch ein „Auslaufmodell“? Aber dagegen können wir etwas tun, in dem wir eben einmal nicht tun, was möglich wäre! Aber Roboter sind – wenn wir es einmal so bezeichnen wollen – Feinde die wir sehen, hören und zur Not auch abschalten können. Aber wie sieht es mit den selbständig denkenden und unberechenbaren Winzlingen der Nanotechnologie aus?

„Dummes“ Brot - stellvertretend für alle Lebensmittel – ist genauso Schnee von gestern, wie „dumme“ Farben, Lacke und Flachglas oder Medikamente und Sonnencremes, etc. Durch die Nanoversiegelung (Lotuseffekt) erreicht man beispielsweise, dass auf Fassaden, Fensterschreiben oder Lacken der Schmutz nicht mehr haftet kann, außerdem macht es die versiegelten Oberflächen auch kratzfest – putzwütige Hausfrauen und Autofetischisten können somit endlich aufatmen; Fensterputzer, Maler und Lackierer haben dagegen das Nachsehen.

In der Medizin helfen diese winzigen „Maschinen“ – kleiner als ein rotes Blutkörperchen – die Medikamente genau dahin zu transportieren, wo sie wirken sollen. So bekämpfen sie die Viren direkt oder reparieren defekte Zellen. Die Winzlinge, die frei schwimmen und nicht mehr positioniert und gesteuert werden müssen, die selbständig arbeiten und die Krebszellen erkennen können, helfen so, diese Geisel der Menschheit zu besiegen. Eine tolle Sache, wirklich! Doch leider hat auch diese Medaille zwei Seiten: Die Nanoteilchen, die nicht wieder ausgeschieden werden können und daher im Blutkreislauf verbleiben, zerstören im Laufe der Zeit auch das, was sie anfänglich heilen konnten, nämlich Zellen, Gewebe und Organe. Und da beginnt es für mich persönlich sehr schwierig zu werden, mich mit diesem Thema anfreunden zu können. Denn über die Atemluft, durch Hautcremes, Spritzen oder Medikamente gelangen sie unbemerkt in unseren Blutkreislauf! Die EU-Richtlinie für die Kennzeichnungspflicht ist zwar bereits beschlossene Sache, doch muss sie von den Mitgliedsstaaten erst bis Mitte 2013 umgesetzt werden.

„Nanomaschinen“ können wirklich vielfältig eingesetzt werden, so auch auf folgenden Gebieten: Computernetzwerk und Überwachung durch „intelligenten Staub“, im Militär als Waffen oder zur Spionage, außerdem sind Nanomaschinen in der Lage die Leistungsfähigkeit einer Person zu steigern, die Psyche eines Menschen zu kontrollieren und zu überwachen oder sie können durch bestimmte genetische Codes Menschen auch umbringen. Noch irgendwelche Fragen?

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Ich hatte jetzt irgendwie auf Kritik gehofft ...

Das würde, wie es sich herauskristallisiert hat, wohl zu einer Grundsatzdiskussion über "Gott und die Welt" hinauslaufen. Ob wir das wirklich wollen?

Immer wieder spannend, aber immer ohne Ergebnis =)
Okay, dann lassen wir das mal so im Raum stehen.

Was soll dieser Kommentar denn nun bedeuten? Habe ich nicht klargestellt, was ich für eine Meinung vertrete? Und bitte wieso "IMMER" ohne Ergebnis?

Wenn du diskutieren willst, dann leg los!

auf dem Gebiet kann man nicht zu einem Ergebnis kommen oder zumindest nicht auf DAS ERGEBNIS. Argumente können in dem Bereich leicht durch Erkenntnistheoretische Grundsätze zerschlagen werden.
"Ich weiß, das ich nix weiß" oder "Ich denke also bin ich"
Reicht das um zu verstehen, was ich damit ausdrücken wollte!?

Erkenntnistheoretische Grundsätze ... Nichts gegen "humanistische" Bildung, aber:
- Wieso hinterlässt du überhaupt einen Kommentar, wenn du eigentlich "nichts" sagen willst?
- Wieso sollte es nicht für alles eine Lösung geben?
- Und warum scheust du dich davor nach einer Lösung zu suchen?

Und ein Ergebnis gibt es selbst im vorliegenden Fall. Denn meiner Meinung nach wird der Mensch sehr wohl einen Human 2.0, der uns selbstredend weit überlegen sein wird, bauen, wenn es ihm technisch möglich sein wird. Denn für die meisten von uns ist es ja anscheinend unvorstellbar, eben einmal einfach nicht zu tun, wozu wir fähig wären. Das "menschliche" Update wird uns dann ganz sicher nach und nach verdrängen, daran gibt es ja wohl keinerlei Zweifel.

Und wenn du wirklich denkst, dass Gespräche unnütz oder gar überflüssig sind, dann tust du mir wirklich Leid. Wie sollen wir denn dazulernen oder uns eine Meinung bilden, wenn wir unsere Gedanken nicht mehr austauschen?

Zitat DU: Und warum scheust du dich davor nach einer Lösung zu suchen?
Zitat DU: Das würde, wie es sich herauskristallisiert hat, wohl zu einer Grundsatzdiskussion über "Gott und die Welt" hinauslaufen. Ob wir das wirklich wollen?

Zitat DU: Wieso hinterlässt du überhaupt einen Kommentar, wenn du eigentlich "nichts" sagen willst?
ICH: "Ich weiß, das ich nix weiß" oder "Ich denke also bin ich"
Kennst du den Barbier von Sevilla? Das ist die Logik hinter diesen Aussagen, sie sagen das man nix sagt, aber haben dadurch trotzdem etwas gesagt. Das muss man nicht einfach nur lesen, sondern da muss man sich einmal ein paar Minuten Zeit geben um das zu verstehen.

Zitat DU: Wieso sollte es nicht für alles eine Lösung geben?
Gegenfrage: Wieso nicht?
Du wirst keine der beiden Aussagen widerlegen können. Du wirst es dir vielleicht einbilden das zu können, aber ....

Die Bedeutung von Update heißt, etwas verbessern, nicht etwas ersetzen. Man wird es eher schaffen einen Menschen intelligenter zu machen, als eine Maschine zu bauen die intelligenter ist. Wir werden also selber durch die Updates besser und deswegen nicht so einfach von anderen Maschinen verdrängt.

Ich:
Meinst du ernsthaft, dass du der einzige Mensch bist, der sich jemals über „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ bzw. „Ich denke, also bin ich.“ Gedanken gemacht hat? Das macht die Menschheit – oder jedenfalls ein Teil davon - doch bereits seit Tausenden von Jahren … Und ob der Barbier von Sevilla sich nun selbst rasiert hat oder nicht, mag für einen Mathematiker eine ungemein spannende Frage sein und geradezu nach einer Lösung - oder eben nicht – verlangen, aber mir persönlich ist dieser Sachverhalt schlichtweg egal. Meinetwegen hatte der Figaro einen Bart, der von Bayreuth über Seybothenreuth bis Backemoor reichte?! Und auch wenn es dir, lieber Gast, paradox erscheinen mag: Ich bleibe bei meiner Meinung, dass es für ALLES eine Lösung gibt!

Du:
„Die Bedeutung von Update heißt, etwas verbessern, nicht etwas ersetzen. Man wird es eher schaffen einen Menschen intelligenter zu machen, als eine Maschine zu bauen die intelligenter ist. Wir werden also selber durch die Updates besser und deswegen nicht so einfach von anderen Maschinen verdrängt.“

Ich:
Danke für die Belehrung – schließlich bin ich für jedes sinnvolle Wort deinerseits dankbar. Doch deine Argumentation ist dürftig … Aber gut, begeben wir uns nun gemeinsam auf sehr dünnes Eis – will nur hoffen du bist nicht so schwer wie ich, sonst sieht es schlecht für uns beide aus :o)

Während du von „Erweiterter Intelligenz“ (Mikrochips um unser Gehirn aufzurüsten) bzw. irgendetwas in Richtung „Gehirnscan“ (Scannen der Gehirne und auf andere Datenträger übertragen, austauschen, etc.) geschrieben hast, habe ich eher Singularität gemeint (Dazu ein interessantes Interview mit Ray Kurzweil: http://www.faz.net/s/Rub4521147CD87A4D9390DA8578416FA2EC/Doc~E96424579BA...). Hier als Erklärung ein Auszug aus Wikipedia (die unerschöpfliche, allwissende und allzu gerne benutzte Quelle aller hier Anwesenden): „... Als weitere Grundbedingung für eine Singularität kommt daher die starke künstliche Intelligenz hinzu, ein künstliches System, das kreativ über Probleme nachdenken kann. Laut Theorie ist eine starke künstliche Intelligenz mit mehr Rechenleistung als das menschliche Gehirn eine so genannte Superintelligenz, also intelligenter als der Mensch selbst, und kann damit Technik und Wissenschaft noch schneller vorantreiben. Vielleicht könnte sie dadurch weitere künstliche Systeme schaffen, die noch intelligenter sind; es käme zu einer Rückkopplung und einem derart rasanten technischen Fortschritt, dass die Menschen verstandesmäßig nicht mehr folgen können.“

Tja und nun ist es doch passiert, wir sind gemeinsam eingebrochen, denn über die verschiedenen Theorien könnte man nun endlos und ganz bestimmt ohne jedes Ergebnis diskutieren. Die tatsächliche Entwicklung müssen wir einfach abwarten. (Welch' eine Verschwendung von Zeit und Energie kann man root jetzt sicherlich sagen hören ..) Aber, dass der menschliche Verstand schon heute mehr und mehr verkümmert und im Gegenzug die Maschinen zunehmend intelligenter werden, beweisen leider nicht nur die berühmt berüchtigten PISA-Studien bzw. die neuesten technischen Errungenschaften, lieber Gast. Aber auch dafür gibt es eine Lösung: Es geht schließlich nicht nur darum einen Verstand zu haben, man sollte ihn auch benutzen :o)

Du bist scheinbar fest davon überzeugt, dass die Maschinen intelligenter werden als wir Menschen und sagst wir sollten abwarten und es auf uns zukommen lassen? Kurze Zeit später bringst du den Verstand ins Spiel der bei dir nach eigenem Ermessen gut ausgebaut ist ... also entweder du hast zwar einen Verstand, aber bist einer dieser Menschen weswegen wir Maschinen bauen, die selbst nicht handeln wollen oder ja du hast die Messlatte falsch abgelesen. Aber das kann schon mal vorkommen, wenn man versucht bei sich selber abzulesen.

"Ein interessantes Interview mit Ray Kurzweil", ich habe zwei Bücher über ihn gelesen, cooler Kerl immerhin hat er das Internet richtig angekündigt. Aber du hast seine Idee noch nicht so ganz verstanden.
Du nennst es oben "Gehirnscan", also das exportieren des Gehirns auf einen Datenträger. Seine Idee beruht darauf, dass wir uns in unsere selbst erschaffenen neuen "Körper" laden und dabei sozusagen umziehen. Das würde bedeuten wir sind in den neuen Körpern und damit sterben wir nicht. ;)
Aber es ist wohl war das diese Idee uns komisch erscheint. Weil wir dann in zwei Körpern existieren. Uns selber sehen. Und genau dieses Beispiel ist sehr schön um deutlich zu machen, was unser Bewusstsein eigentlich ist. Schlichtweg BEGRENZT. Denn man könnte jetzt denken, dass wir beide Körper spüren, dass ist aber unmöglich weil keine Verbindung zwischen den Körper existiert.
Jedes existierende Bewusstsein kann sich nur an einem Punkt befinden, im dazu gehörigen Kopf. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Im ersten Kommentar von mir an dich, habe ich deine objektive Art gelobt, dass möchte ich an dieser Stelle zurückziehen. Du wirst zu oft persönlich, ich hoffe das es kein Zeichen von Aggressivität ist, sonst möchte ich an dieser Stelle lieber abbrechen, bevor ich dich weiter verärgere.

Hey, Pandora ist die mit der Büchse?! Schon vergessen? Die ist garantiert nicht aggressiv.

Und was deinen Kommentar angeht, lieber Uwe, frage ich mich schon, ob wir irgendwie aneinander vorbeireden? Wie deine Antworten auf meinen letzten Kommentar zustande gekommen sind, kann ich leider gar nicht nachvollziehen. Also versuchen wir es einfach nochmal:

Ich gestehe, ich habe nachweislich den Begriff "menschliches" Update gebraucht und ja, ich habe mich sehr wohl von dir belehren lassen müssen, dass ein Update nichts anderes als eine Verbesserung bzw. Weiterentwicklung des Menschen zur Folge haben würde. Aber eigentlich bestand mein Fehler nur in der richtigen Positionierung des "", es hätte "menschliches Update" heißen müssen, nur um diese Worte deutlich als zynisch hervorzuheben.

Und nein, ich habe nicht gesagt, dass ich mich damit abfinde, dass Maschinen vielleicht irgendwann einmal - noch ist es ja nicht soweit - schlauer sein könnten als Menschen (Das würde bedeuten, dass du mein Contra nicht richtig gelesen hast). Ganz im Gegenteil habe ich darauf bestanden, den uns gegebenen Verstand (das solltest du überhaupt nicht persönlich nehmen) zu benutzen (also beispielsweise öfters mal nicht den Taschenrechner, Navigationsystem & Co. benutzen, sondern einfach mal wieder selbst denken, nur so, um es nicht zu verlernen).

Außerdem wenn ich einen Industrieroboter, der Menschen nur schwere Tätigkeiten abnimmt, mit Ibn Sina (Scheich-Roboter) vergleiche, mit dem man sich angeblich anregend unterhalten können soll (ich beherrsche leider nicht die arabische Sprache, um das genauer beurteilen zu können), würde ich schon behaupten, dass die Maschinen zunehmend schlauer werden. Und wenn ich im Gegenzug die schulischen Leistungen (diese Entwicklung ist sehr besorgniserregend) vieler amerikanischer Kinder (außerdem schwappen solche Entwicklungen ja gerne über den großen Teich) betrachte, würde ich schon behaupten wollen, dass die Menschen in Zukunft weniger intelligent sein werden. Vor allem, wenn man Ray Kurzweil Glauben schenken möchte, der ja behauptet, dass die technologische Entwicklung immer schneller voranschreiten wird.

Hier noch ein interessanter Link - du wirst die Seite kennen, nehme ich an - für alle anderen Interessierten: http://www.golem.de/specials/robots/

Und dass du zwei Bücher von Ray Kurzweil gelesen hast, ist natürlich toll, und für deine Ausführungen bin ich selbstverständlich dankbar. Was die Sache mit dem Internet betrifft, bin ich mir jedoch nicht ganz sicher, ob da nicht schon andere vor ihm so etwas prophezeit haben.

=)

Zwei Bücher über ihn, nicht von ihm ;)
Entschuldigung zum Thema Update angenommen.

Das mit dem Abfinden muss ich dann in deinem vorletzten Post falsch aufgenommen haben, klar habe ich deinen Artikel gelesen, aber ich habe nicht mehr alle Einzelheiten im Kopf, richtig wäre es gewesen vor jeder Antwort noch einmal drüber zufliegen, aber machst du das auch bei meinem? =)
Dein nächster Punkt ist der mit dem Verstand, du möchtest das die Menschen, vor allem die jüngeren, wieder ihren Verstand benutzen. Ich weiß was du damit sagen möchtest aber so leicht ist das nicht. Der Mensch passt sich an seine Umgebung an, wenn es ein Navigationsgerät gibt, bedeutet das aber nicht das der Teil der für das Navigieren zuständig ist abstirbt *kleines schmunzeln*, sondern diese Gebiete werden für andere wichtiger Dinge genutzt und unter anderem auch dafür wie man ein Navigationsgerät benutzt. Unser Verstand bildet sich also nicht zurück, aber wir werden abhängig von unseren Maschinen.
Warum Schüler nun in Pisa und anderen Tests immer schlechter abschneiden ist mit diesem Gedanken auch leicht nachzuvollziehen, die geprüften Inhalte sind Anforderungen für Menschen ohne Hilfsmittel. Die Prüfungen müssten angepasst werden, als Beispiel das mit dem Navigationsgerät. Sie müssten also in einer Klausur nicht mehr selbstständig navigieren, sondern nur ein Gerät bedienen, die zu erreichende Punktzahl würde natürlich angepasst werden und auf neue Gebiete übertragen. Und ich habe noch ein Beispiel. Wer kann heute noch in der Natur überleben? Würde man die Menschen darauf testen würden noch wesentlich mehr versagen. Der Mensch hat sich angepasst. Natürlich ist es von Vorteil zu wissen wie man sich dann verhalten müsste, aber was kommt häufiger vor, etwas in der Natur zu ergattern oder im Supermarkt?

Noch etwas anderes, glaubst du man kann Industrie-Roboter entwickeln, ohne das diese Entwicklung andere weniger nützliche Roboter hervorbringt? Und wenn solche Roboter entstehen gibt es auch Menschen die diese Entwicklung toll finden, wenn diese wiederum über das nötige Kleingeld verfügen, dann werden auch unnützliche Roboter weiter entwickelt.

Ich hoffe ich konnte meine Ansicht dieses Mal besser übermitteln.

LG
Uwe

Hallo Uwe,

ok, Hilfsmittel waren ja schon immer toll - den Taschenrechner (damals nicht programmierbar) für den Unterricht und auch für Prüfungen einzusetzen zu dürfen, fand damals natürlich auch bei mir Zuspruch. Dass die Aufgaben daraufhin schwerer oder schlichtweg die Zeit knapper bemessen wurde, war bzw. ist natürlich auch klar. Aber leider ist das nun mal gar nicht das, auf was ich in meiner Gegendarstellung zum Thema KI hinaus wollte ...

Also hier deshalb nochmal alles in kurz und knackig:

Du studierst anscheinend Informatik?! Dann lieber Uwe, erzähl uns doch mal, warum du das tust. Wenn dir das zu persönlich ist, dann bitte ich höflich um die Beantwortung folgender Fragen:

Würdest du einen menschgleichen bzw. intelligenteren "Roboter" bauen, wenn es in deiner Macht stünde?

Warum muss es einen neuen Typ "Mensch" geben und was soll dann mit uns bzw. den uns nachfolgenden Generationen passieren? Oder siehst du das eher als "menschliche" Evolution?

(Die Sache mit den unnützen Robotern führe ich nicht weiter aus, habe ich schon in meinem Statement beantwortet ^_^ )

Ich hoffe sehr, dass wir nun zum eigentlichen Kern der Sache vordringen werden: Muss bzw. wird "Nummer 5" wirklich leben? http://www.moviepilot.de/movies/nummer-5-lebt/trailers (Sollen wir uns darauf wirklich freuen? ^_^)

LG
Pandora

Allerdings schneller als gedacht: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,696057,00.html

Na dann viel Spaß in der schönen neuen Welt ...

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