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Christian Plätzer

Christian Plätzer ist seit 2005 am GCE und unterrichtet Deutsch und Geschichte. Außerdem betreut er die Theatergruppe.

Foto von Lisa Roderer


Schildern Sie uns bitte Ihren Lebenslauf.
Ich bin in Höchststadt/Aisch geboren, dort zur Schule gegangen und habe 1990 Abitur gemacht. Nach dem Zivildienst ging ich zum Studium zunächst nach Bamberg, dann nach Regensburg. 1998 war ich fertig. In den nächsten beiden Jahren machte ich das Referendariat in Weiden und in Neumartk in der Oberpfalz. Danach arbeitete ich an verschiedenen Schulen: ein Jahr in Treuchtlingen, ein Jahr in Günzburg, zwei Jahre in Ebermannstadt. Nun bin ich hier.
Was war Ihr erster Eindruck vom GCE?
Als ich außen um die Schule herumging, fand ich die Gebäude wenig beeindruckend. Im Innern fielen mir aber zuerst die Architekturmodelle auf, dann die griechischen Zitate an den Wänden. Einige Mädchen tanzten außerdem in der Pausenhalle. Eine gute Mischung aus Kreativität, klassischer Bildung und aktiven Schülerinnen und Schülern. Das gefiel mir gut.
Warum sind Sie Lehrer geworden?
Ich habe das Studium der Germanistik und Geschichte aus Interesse für diese Fächer begonnen, ohne mich auf ein konkretes Berufszielt festzulegen. Weil ich aber früher lange Zeit in der Jugendarbeit tätig war und es mir sehr viel Spaß gemacht hat, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, wusste ich, dass der Beruf des Lehrers für mich in Frage kommen würde. Außerdem sind andere Stellen für Germanisten und Historiker nicht gerade häufig.
Wie sieht für Sie die perfekte Schule aus?
Die perfekte Schule ist eine Schule, in die Schüler und Lehrer gerne gehen, weil sie Freude daran haben, miteinander zu arbeiten. AUch sollte es eine Schule sein, an die sich die Schüler nach ihrem Abitur noch gerne erinnern werden. Schließlich darf sie sich selbst nie als perfekt verstehen, denn das würde Stillstand bedeuten. Die Schule sollte sich mit ihren Shcülern und Lehrern ständig weiterentwickeln.
Warum müssen vergessliche Schüler bei Ihnen ein Gedicht schreiben?
Die Idee habe ich bei einem Lehrer abgeschaut, den ich selbst einmal hatte. Ich finde, das ist eine sehr witzige und fantasievolle Möglichkeit, Schüler daran zu erinnern, ihre Arbeitsmaterialen zuverlässig mitzubringen. Es ist nämlich sehr mühsam, wenn man es ständig mit Schülern zu tun hat, die Ihre Sachen nicht dabei haben.
Haben Sie jemals in einer WG gewohnt?
Oh, ja. In mehreren.
Wie würden Sie sich selbst charakterisieren?
Das ist schwierig, denn Schwächen gibt man nicht gerne zu und Eigenlob stinkt bekanntlich. Ich denke, ich bin ein halbwegs geduldiger und vielseitiger Mensch, der gerne kreativ arbeitet.
Haben Sie ein Lebensmotto?
Nicht wirklich. Wenn es auch etwas abgedroschen klingen mag, ist dennoch die Aufforderung «Carpe diem», «Pflücke den Tag», für mich sehr wichtig. Außerdem begleitet mich schon seit längerer Zeit der Satz «Nichts ist so beständig wie der Wandel». Das hat sich in meinem eigenen Leben bislang schon oft bewahrheitet.
Wer ist für Sie der wichtigste Mann in der Geschichte?
Mein Vater, denn ohne ihn wäre ich nicht hier.


Sprechstunde


Di. 09:35 bis 10:20, Lehrerzimmer (1. Stock)