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Konquistador #003

2. April 2009 - 21:30

Für unseren «Konquistador» durchsegeln wir regelmäßig das Netz auf der Suche nach den großen unbekannten Web-Schätzen. Diesmal: Die besten Aprilscherze 2009

Text von Philipp Schmieder

Der Aprilscherz hat ja eine lange Tradition - angeblich entstand er in Frankreich, als man 1564 den Beginn des neuen Jahres vom 1. April auf den 1. Januar verlegte. Die damals übliche Sitte, sich am Neujahrstag zu beschenken wurde zunächst von einigen Traditionalisten beibehalten und schließlich ironisiert - geblieben sind die heutigen Aprilscherze, die natürlich auch in der Netzgemeinde üblich sind. Mittlerweile bringen fast alle großen Online-Portale einen mehr oder weniger lustigen Gag zum Aprilanfang.
Eine besondere Tradition hat der Aprilscherz beim Computernachrichtenportal heise online. Bereits 1999 gab es dort einen Aprilscherz - damals noch etwas Ungewöhnliches im Netz, sodass sich die Redaktion schließlich dafür entschuldigen musste.
Mittlerweile sieht man das lockerer und so kommt der diesjährige April-Artikel von heise, der die allgegenwärtige Überwachung von Schäuble und Kollegen aufs Korn nimmt, ohne einen derartigen Hinweis aus.
Auch Google beherrscht jene feine Kunst und präsentierte gestern den Auto Pilot für GMail, der ganz automatisch auf E-Mails antworten soll.
Die meisten deutschen Parteien hielten sich zurück - allein die Grünen wagten, ebenso wie heise, einen Seitenhieb auf unseren Überwachungsminister und behaupteten, ein privates Surfprotokoll Schäubles zu besitzen.
Im Vergleich dazu war die Idee für ein Sonderangebot beim Reiseanbieters Expedia ein ganzes Stück unglaubwürdiger - angeboten wurde ein Trip zum Mars für 99$, 3 Billionen Dollar seien bei dieser Offerte zu sparen.
Eine - für Fachleute - besonders gute Pointe lieferte das «Council for British Archaeology», indem man behauptete, Wikinger hätten doch so genannte «Hörnerhelme» getragen, ein Irrglaube, der jedoch weit verbreitet ist.
Schließlich hat das Videoportal Youtube noch einen interaktiven Aprilscherz im Angebot: Durch das Anhängen von «&flip=1» an jeden beliebigen Youtube-Link, kann man die Seite Kopf stehen lassen. Als Erklärung behauptet Youtube, man könne dadurch die Wiedergabequalität steigern - praktische Ansätze wie das auf-den-Kopf-stellen des Monitors werden gleich mitgeliefert.
Erwähnung verdient außerdem noch der angeblich in Kooperation mit LEGO geplante Aldi-PC, mit einem Gehäuse aus Bausteinen des dänischen Spielzeugproduzenten.

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Youtube stand Kopf, ...


... die Grünen überwachten Schäuble ...


... und Expedia ließ seine Kunden zum Mars fliegen.

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