main zensurhaus arena 11

Ungezählte Male hallen diese Worte über die Zuschauer an diesem Abend hinweg. Es liegt ein resignierter, ein gebrochen-depressiver Unterton in ihnen – der Ton eines Mannes, der viel gesehen zu haben glaubt und der nun, am Ende seiner Tage, feststellen muss, dass sich die Welt, trotz all seiner Erkenntnisse, all seiner hinzugewonnenen Weisheit, nicht von ihm ändern lassen wird. Bitteres Resümee seines Lebens oder doch nur Show?

Wenn deutsche Feuilletonisten versuchen, Sebastian Krämer zu beschreiben, lassen sie sich kreative Beschreibungen wie «süßlich-bösartiger Dada-Chansonnier» einfallen. Dabei sieht er sich selbst dem Dada nicht übermäßig verpflichtet und macht doch eigentlich nur Lieder. Wirklich? Wir haben uns sein Programm «Krämer bei Nacht» angesehen und mit ihm gesprochen.