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Wie würdet ihr es finden, wenn euch alle Erlebnisse und Kenntnisse mit Hilfe einer Maschine quasi abgesaugt werden? Jeder von euch würde versuchen dagegen zu protestieren, nehme ich an. Das haben in diesem Buch auch drei Personen getan; sie begehren dagegen auf, aber wie? Lest doch selbst ...

Sehnsüchte und Träume sind etwas Besonderes. Sie beginnen im Kindesalter und begleiten uns das ganze Leben lang, doch zur freien Entfaltung kommen dürfen sie leider nie. In unserer hektischen und geregelten Welt scheint kein Platz für sie zu sein. Diesem ernsthaften Thema nimmt sich nun ein junger Autor an: Reif Larsens hoffnungsvolles Erstlingswerk «Die Karte meiner Träume» begibt sich mit einer zauberhaften Geschichte auf ein ernsthaftes Terrain - und meistert es mit Bravour.

Als «Where the wild things are» 1970 in Kopenhagen mit dem Hans-Christian-Andersen-Preis ausgezeichnet wurde, war das Bilderbuch schon längst ein großer Erfolg und mit vielen weiteren Preisen bedacht worden. Der Autor Maurice Sendak forderte damals, es solle «mehr ernsthafte Bücher für Kinder geben. Es ist erniedrigend für Kinder, wenn man so schreibt wie für Idioten.» In dieser Woche ist die Verfilmung des Klassikers in die deutschen Kinos gekommen.

«Die deutsche Demokratie ist kurz vor dem Erfrieren.» Die erschreckend präzise Beschreibung fasst den aktuellen politischen Zustand in wenigen Worten zusammen. Gabor Steingart redet nicht lange um die Missstände herum, sondern formuliert sie in aller Deutlichkeit. Anders als viele seiner Kollegen nutzt der Autor das sechzigjährige Jubiläum der Bundesrepublik nicht, um Deutschland und seine Politiker zu feiern, sondern rechnet stattdessen mit beeindruckend kühler Präzision ab und schreckt dabei auch vor keinem Kaliber zurück.