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Spieletipp 07/09: Empire: Total War

29. Juli 2009 - 21:32

«Beherrschen sie die Welt des 18. Jahrhunderts zu Land und zur See»
Diese Zeile, welche auf der Rückseite der Verpackung abgedruckt ist, beschreibt im Prinzip genau, was in unserem Spieletipp im Juli zu tun ist – in «Empire Total War»

Text und Screenshots von Frederik Simon

Eine Runde Echtzeit bitte!

«Empire Total War» ist nunmehr der fünfte Teil der «Total War»-Serie. Nach Shogun (Kampf um die Vorherrschaft in Japan), Medieval (Krieg im Mittelalter), Rome (Vorherrschaft der antiken Welt durch Rom) und Medieval 2 (Wieder Mittelalter) spielt Empire nun im Imperialzeitalter. Das Spiel zeichnet sich durch seine zweiteilige Spielweise aus. Zum einen verschiebt der Spieler, wie in einem Rundenstrategiespiel, Runde für Runde seine Truppen, nimmt Städte ein, verwaltet diese, führt Kriege und betreibt Handel. Zum anderen hat der Spieler die Möglichkeit die Gefechte in Echtzeitschlachten zu steuern und so seine Truppen in taktisch sehr anspruchsvollen Schlachten selbst zu führen. Diese können in «Empire» auch erstmals zu Wasser ausgetragen werden. Das Ziel ist und bleibt letztlich immer das selbe: Die «Weltherrschaft».

Zug um Zug!

Zu Beginn darf sich der Spieler eine aus 12 spielbaren Nationen aussuchen. Jede Nation hat natürlich unterschiedliche Vor- und Nachteile sowie verschiedene Ziele. Das Englische Reich zielt beispielsweise sehr stark auf die Kolonialisierung Indiens ab. die Preußen hingegen müssen sich ihre Vormachtstellung in Europa zu Lande sichern. Hinsichtlich der Einheiten gibt es jedoch kaum oder nur marginale Unterschiede. Insgesamt teilt sich die Karte in 3 große Gebiete auf. Europa, Amerika und Indien. Jeder dieser Bereiche ist in unzählige kleine Provinzen aufgeteilt, in denen der Spieler – ähnlich wie beim Brettspiel «Risiko» - seine Truppen platzieren kann.

Jeder Stratege sollte «Empire: Total War» eine Chance geben.

In jeder Runde können diese Truppen um eine bestimmte Anzahl von Feldern verschoben werden. Hat man alle Truppen bewegt, kann man die Runde beenden und der Computer bewegt die Truppen der Gegner. Schickt man seine Truppen in ein Gebiet einer anderen Nation, so bricht man damit – sofern man nicht über die Erlaubnis verfügt, das Land zu betreten – einen Krieg von Zaun und die Truppen beginnen die Stadt zu belagern. Diese Belagerung kann der Spieler selbst in einer 3D-Schlacht austragen oder den Computer berechnen lassen.

Darf's auch etwas mehr sein?

Jedoch beschränkt sich «Empire» nicht nur darauf Truppen zu verschieben und andere Gebiete einzunehmen, sondern es gibt sehr viel mehr zu tun. Zum einen verfügt jede Stadt im Umland über verschiedene Bauplätze, an denen Häfen, Fabriken, Klöster oder Schulen errichtet werden können. Jedes dieser Gebäude bietet verschiedene Möglichkeiten und man muss sich oftmals entscheiden, welche Gebäude für eine Stadt die wichtigsten sind. Auch innerhalb einer Stadt gibt es bis zu 5 Bauplätze, auf welchen der Spieler Mauern oder Regierungsgebäude platzieren kann. Während die Gebäude im Umland vor allem zur Rohstoffproduktion dienen, sind die städtischen Gebäude vor allen Dingen zur Sicherung der Stadt wichtig.

Auch die Diplomatie spielt eine wichtige Rolle. So kann man durch die Diplomatie Bündnisse schließen, zu Geld kommen, Kolonien tauschen oder der anderen Nation den Krieg erklären.
Ebenfalls wichtig ist es, seine Kolonien zufrieden zustellen. Müssen die Arbeiter also Hunger leiden oder werden unterdrückt, so kann es leicht zu einem Aufstand kommen, in dem sich neue Nationen von ihrer Herrschaftsmacht abgrenzen.
Neu und entscheidend ist die Forschung. Nun ist es möglich in verschiedenen Bereichen neue Technologien zu erforschen und sich so einen Vorteil gegenüber den anderen Nationen zu verschaffen. Jedoch sollte man vorsichtig sein, denn zu viel Wissen des unterdrückten Volkes kann auch schlecht sein und wer will schon, dass die Bürger plötzlich einen Aufstand anzetteln, weil sie eine demokratische Staatsform fordern?

Auf in die Schlacht!

Kommt es im Laufe des Spieles zur Schlacht, hat der Spieler die Möglichkeit, diese selbst zu führen. Das 3D-Gefecht sieht nicht nur umwerfend aus, sondern hat auch eine sehr hohe taktische Komponente. Vor dem Beginn des Gefechts kann der Spieler seine Truppen auf dem Schlachtfeld platzieren und so die Aufstellung seiner Einheiten ideal seiner Taktik anpassen.
Jede Einheit hat Stärken und Schwächen, die es geschickt aus zu spielen gilt. Wer mit der Kavallerie Erfolg haben möchte, darf nicht frontal in das Heer der Infanterie reiten, sondern sollte durch einen geschickten Flankenangriff versuchen, die langsame, feindliche Artillerie zu zerschlagen. Auch kann man sich bei einer Schlacht das Terrain zu Nutze machen. Angriffe, von einer Bergkuppe herab sind effizienter als bergauf.
Durch die grandiose taktische Vielfalt und die wunderhübsche Grafik werden die Gefechte zu einem Genuss für jeden Strategen.

Achtung Steam!

Wer «Empire: Total War» spielen will, braucht neben einem einigermaßen leistungsstarken Computer, vor allem eine Internetverbindung und muss damit einverstanden sein, die Plattform «Steam» zu installieren und dort einen Account anzulegen. Zudem ist es zu empfehlen, nach der Installation, die neusten Patches für das Spiel zu installieren(Steam sollte dies automatisch machen), da das Spiel ohne Updates sehr fehlerhaft ist und häufig mit Abstürzen zu kämpfen hat.

Fazit:

Im letzten Sommer haben wir euch «Civilization» für die Ferien empfohlen. In diesem Sommer gibt es einen ähnlichen Strategiehit mit «Empire: Total War». Der Strategieteil ist zwar nicht ganz so komplex wie in Civilization und auch dauert der reine Runden-Strategie-Teil nicht so lange, jedoch werden diese Schwächen durch die teils langwierigen Echtzeitgefechte kompensiert. Jeder Stratege sollte «Empire: Total War» eine Chance geben.
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Auf dem verregneten Schlachtfeld geht es hoch her.


Die Strategiekarte – Das Herz des Spiels. Auf der Minikarte ist mein (rotes) englisches Weltreich zu erkennen. Daneben sieht man die Bauplätze einer Stadt.


Liebevoll animiert: Die Kanoniere halten sich beim Feuern sogar die Ohren zu.


In den Seeschlachten zerschießen wir den Feinden die Schiffe.

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